Istanbul und seine Einwohner kennen lernen?

Das geht mit Geschichten, Daten, Bildern und Zahlen zu den Gesichtern hinter der Millionenmetropole am Bosporus am einfachsten.

1. Leben 15 oder 17 Millionen Menschen in Istanbul?

Die Antwort auf die Einwohnerzahl von Istanbul kennt niemand so wirklich. Zwar gibt es offizielle Zahlen, sie rechnen aber nicht die illegalen Siedlungen in und um Istanbul ein.

Die Einwohner in den sogenannten Gecekondus, scheinen nämlich so gut wie nicht auf.

Gecekondu ist der türkische Name für eine einfache- oder primitive Siedlung am Rand einer Großstadt. Das Wort ist nicht mit einem Slum zu verwechseln. Wortwörtlich übersetzt, bedeutet Gecekondu so viel wie “Nachts hingestellt”. Das ist ein Hinweis auf die oft schnelle und eben auch sehr einfache Bauweise dieser Siedlungen.

Manche türkische Quellen gehen davon aus, das mehr als 20% der Wohnungen in Istanbul ohne Genehmigung entstanden sind.

2. In Istanbul lebten bis 1975 “nur” 2,7 Millionen Menschen

Istanbul ist die am schnellsten wachsende Großstadt Europas. Keine andere Stadt gewinnt so schnell so viele Einwohner.

Das bedeutet, das auch nirgendwo anders in Europa so viel neue Wohnungen entstehen müssen. Deswegen gehört Istanbuls Immobilienmarkt zu den heißesten Adressen der Türkei.

Die Zunahme der Einwohnerzahl geht derzeit extrem schnell. Das liegt vor allem am Zuzug aus Zentral- und Ostanatolien. Bis 2025 sollen mehr als 20 Millionen Menschen in Istanbul leben. Das ist einer der vielen Gründe, weshalb es in Istanbul an jeder Ecke Baustellen gibt.

3. Gibt es zwischen Istanbuls europäischer- und asiatischer Seite eine Rivalität?

Asiatische Seite

Das kommt darauf an ob du mit einem Fußballfan sprichst oder nicht:

Istanbul Besiktats und Galatasaray sind die Mannschaften in Europa. Fenerbahce Istanbul ist die Mannschaft Asiens.

Sonst gibt es keine wirkliche Feindschaft zwischen den beiden Seiten Istanbuls.

4. Istanbul ist die größte Stadt Europas

Rechnet man die europäische- und asiatische Seite zusammen, ist Istanbul die größte Stadt in Europa.

Rechnet man nur die europäische Seite von Istanbul kommt man 2016 auf rund 8 Millionen Einwohner.

Damit wäre Istanbul nach Moskau noch immer die zweitgrößte Stadt in Europa.

5. In Istanbuls Stadtteil Galata lebten hauptsächlich Griechen

Bis zum Ende des Türkisch-Griechischen Krieges 1923 und dem Zypern Krieg waren 10% der Einwohnern Istanbuls Griechen.

Sie lebten vor allem im Stadtteil Galata – dem heutigen Beyoglu.

Denselben Anteil an Griechen gab es schon im Osmanischen Reich. Was auch logisch ist. Immerhin haben die Osmanen Istanbul / Konstantinopel von den Byzantinern erobert – sie sprachen damals Griechisch.

6. Hüzün ist das kollektive Gefühl des…

Hüzün beschreibt ein Lebensgefühl.

Für das Hüzün-Gefühl gibt es keine direkte Übersetzung ins Deutsche. Es lässt sich am einfachsten so beschreiben:

Hüzün ist eine Stimmung des Scheiterns und des Verlustes. Es ist vergleichbar mit dem wehmütigen Zurückschauen auf alte, vergangene Erinnerungen. Erinnerungen, die nicht mehr wieder kommen. In einer Mischung aus Tristesse und Melancholie. In Schwarz-Weißen Farben.

Der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk beschrieb Hüzün so: “Hüzün, das Istanbul Gefühl! Eine kollektive Stimmung des Scheiterns und des Verlusts.”

7. Die Hauptstadt mehrerer Weltreiche

Istanbuls Einwohner lernen schon in der Schule die reiche Geschichte ihrer Stadt.

Der erste Name ihrer Stadt war Byzantion. Das war eine vor 2.700 Jahren gegründete, griechische Siedlung.

Die Blütezeit Istanbuls fängt im Jahr 336 an. In diesem Jahr verlegte der Römische Kaiser Konstantin seine Residenz in die damals noch kleine Stadt Byzantion am Bosporus. Konstantin gab der neuen Stadt ihren damaligen Namen, Konstantinopel “Die Stadt des Konstantin”.

Diesen Namen behielt Istanbul als Hauptstadt des Oströmischen- und später des Byzantinischen Reich. Selbst die Osmanen änderten den Namen nach er Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 nicht. Istanbul war nur ein alternativer Name.

600 Jahre lange war Istanbul die Hauptstadt des Osmanischen Reichs, bis 1923. Damals verlagerte der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk die Hauptstadt nach Ankara.

Atatürk machte auch Istanbul zum offiziellen, einzigen Namen der Stadt.

8. Die Mahalle ist das Dorf in Istanbul

Die Mahalle in der Cukur Cuma Straße

Cukur Cuma Straße

Die Mahalle ist so etwas wie ein kleines Dorf, mitten in der Millionenmetropole. Einfach erklärt, ist eine Mahalle das eigene Kiez in einer türkischen Stadt.

Die Einwohner in Istanbul kennen ihre Nachbarschaft – im guten und im schlechten Sinne. Die Mahalle gibt es auch noch in Istanbul. Der Einfluss des eigenen Stadtviertels verschwindet aber immer mehr.

Die Mahalle war ursprünglich eine Straße, oft eine Sackgasse oder ein eher abgegrenzter Bereich der Stadt. Sie bestand aus alten Stein- oder Holzhäusern.

Dadurch, dass Istanbuls Einwohner inzwischen wie in jeder großen Stadt in Apartmenthäusern leben, ist der Einfluss der Mahalle so gut wie verschwunden. Die jungen Istanbuler stört das nicht, da die Mahalle oft eine Garantie für sehr konservative Einflüsse und einen bestehenden Gruppendruck war. Man lebte eben mitten in der Stadt in einem Dorf. Das ist nicht mehr so.

Für alle die mehr davon wissen möchten, empfehle ich das Buch “Museum der Unschuld” des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk. Es spielt in der Mahalle in der Cukur Cuma Straße in Beyoglu.

9. In Istanbul gibt es russische, polnische und deutsche Stadtteile

Der Deutsche Brunnen steht auf dem Platz zwischen der Blauen Moschee und der Hagia Sophia, an dem jeden Tag tausende Einwohner von Istanbul vorbei gehen.

Deutscher Brunnen – vor der Blauen Moschee

Polonezköy ist ein Dorf mit 400 Einwohnern, 30km östlich des Stadtkerns von Istanbul. Der Name verrät es schon, Polonezköy ist ein polnisches Dorf mitten in Istanbul. Siedler gründeten es 1842.

Der Ort ist eine Art Geheimtipp in Istanbul. Das liegt am Erscheinungsbild von Polonezköy. Das kleine Dorf besitzt zum Beispiel eine römisch-katholische Kirche samt Friedhof. Dazu kommen polnische Fachwerkhäuser, die ihre Einwohner zusammen mit umzäunten Gärten mit Obstbäumen und Sträucher hegen.

Ich habe verschiedene Zahlen dazu gefunden, wie viele Deutsche inzwischen in Istanbul leben. Manche schreiben, es wären 15.000, andere nennen sogar Zahlen bis 45.000. Sicher ist, Istanbul und Deutschland haben eine lange, gemeinsame Vergangenheit.

Das erkennen die Einwohner von Istanbul täglich an belebten Orten wie dem Deutschen Brunnen – am Platz vor der Blauen Moschee, dem Haydarpasa Bahnhof oder dem  Istanbul Lisesi („Istanbuler Gymnasium“). Die Schule gilt als eine der besten der Türkei, darin unterrichten deutsche- und türkische Lehrer gemeinsam.

Zu den Deutschen und Polen gesellen sich noch viele andere Länder: dazu gehören einige Straßen in Fatih, mit sehr vielen russischen Geschäften. In Beyoglu leben nach wie vor die Nachfahren von Juden, die im 15. Jahrhundert aus Spanien ins Osmanische Reich flüchteten.

Bei Thema Auswanderer, denken die Einwohner von Istanbul auch oft an das Viertel Cihangir in Beyoglu. Es trägt den Ruf, dass europäischste Viertel in Istanbul zu sein.

10. Klischee: Orient und Okzident

Die Verbindung zwischen Orient und Okzident: dem Osten und dem Westen. Das Klischee lastet schon lange auf Istanbul.

Darin stecken aber viele Wahrheiten.

Istanbul ist die Verbindung zwischen Asien und Europa. Und Istanbul ist die westlichste Stadt der Türkei.

11. Istanbuls Einwohner kaufen noch immer beim Bakkal ein

Ein Bakkal ist eine Art Krämerladen in der Türkei. Die Geschäfte sind oft gerade einmal drei oder vier Quadratmeter groß, auf der Fläche findest du aber so ziemlich alles, was du dir vorstellen kannst.

Zeitungen, Eis, Toilettenpapier, Brot – Istanbuls Einwohner kaufen in ihrem kleinen “Tante Emma Laden” oder besser Bakkal, alles ein.

Die Läden halten sich im Vergleich zu den großen Supermärkten noch immer hervorragend in Istanbul. Dass ändert sich vermutlich auch in den nächsten Jahren nicht.

12. In Istanbul gehen die meisten Wasserflaschen in ganz Europa über den Ladentisch

Aus den Wasserleitungen kommt in Istanbul leider kein Trinkwasser. Deswegen alleine schon, kaufen die Einwohner von Istanbul Wasserflaschen in rauen Mengen.

Dazu kommt, dass du in Istanbul überall eine Gelegenheit hast um Wasser zu kaufen. Die Simit-Stände haben Wasserflaschen genauso im Angebot wie die Bosporusfähren.

13. Fischen, Zielschießen und Grillen sind Nationalsport in Istanbul

Einwohner von Istanbul stehen mit Angelruten an der Galatabrücke.

Fischen erklärt sich von selbst: geh einmal zur Galatabrücke oder zum Bosporusufer aus der asiatischen Seite, zwischen Üsküdar und Kadiköy. Tag, Nacht, Regen oder Sonne – dort stehen immer Fischer!

Grillen als Sport? Ja. Ich würde Grillen in der Türkei zum Nationalsport erklären. Zwischen den Fischern am Bosporusufer machen manche gleich ein kleines Feuer an, um ihren frischen Fang zu grillen.

In den Straßen von Istanbuls Altstadt siehst du manchmal sogar kleine Grillöfen stehen. Dabei habe ich noch gar nichts von den tausenden Einwohnern von Istanbul geschrieben, die es jedes Wochenende in die Grillplätze rund um die Stadt zieht.

14. Istanbuls Einwohner sind verrückt nach Tulpen

Tulpenfestival

Nein!

Nicht Amsterdam ist die Welthauptstadt der Tulpen. Die Niederländer haben die Tulpen nur aus der Türkei eingeführt.

Die Nation die tatsächlich am verrücktesten nach Tulpen ist, ist die Türkei.

Beweise?

Sie haben ihre Teegläser wie Tulpenblüten geformt. Das internationale Tulpen-Festival findet jedes Jahr in Istanbul statt.

Das Logo des türkischen Tourismusministeriums – Turkey Home –  enthält eine Tulpe.

15. Die Einwohner Istanbuls sind nicht weniger Abergläubisch als ihre Landskollegen

Das Türkische Auge (Nazar Amulett) siehst du auch in jeder Straßenecke von Istanbul.

Es ist der beliebteste Glücksbringer der Türkei. Mit seinen Kraft solle es den bösen Blick vom seinen Trägern fernhalten. Denn dieser bringt Unglück.

Auch wenn Istanbuls Jugend nicht mehr so viel auf solche Glücksbringer gibt, so sind sie noch immer allgegenwärtig.

Sie hängen über Haustüren, verstecken sich an Schlüsselbunden, man trägt sie als Armketten oder hängt sie an den Rückspiegel des Autos.

Halte einfach die Augen offen. Du siehst sie überall.

16. Istanbuls Einwohner haben wie im Rest der Türkei getrennte Friseure…

… und zwar für Männer und Frauen.

Es gibt den Berber und den Kuaför.

Du solltest die beiden nicht miteinander verwechseln. Als Frau, bist du im Kuaför richtig. Als Mann, gehst du zum Berber.

17. Istanbul ist verrückt nach Fußball!

Besiktas Flagge im Großen Basar

Istanbul Besiktas, Galatasaray und Fenerbahce: Das sind die drei großen Fußballclubs der Stadt.

Heimspiele der Mannschaften treiben jedes Mal zehntausende Menschen in die Fußballstadien. Dazu kommen mindesten noch einmal so viele Fans, die sich die Spiele in den Bars in Istanbul anschauen. Für Fenerbahce Spiele, ist zum Beispiel die Bagdat Caddesi auf der asiatischen Seite von Istanbul, der Hot-Spot.

Besuche die Bars und Clubs einmal während einem Heimspiel von Fenerbahce Istanbul. Dann weißt du was ich meine.

18. Auf sieben Hügeln gebaut

Was hat Istanbul noch mit Rom gemeinsam? Außer einmal die Hauptstadt des Römischen Reichs gewesen zu sein?

Da man damals viel Wert auf Traditionen und Aberglauben setzte, erreichte Konstantin seine neue Hauptstadt genauso auf sieben Hügeln wie Rom.

Deswegen trug die Stadt in der Antike den Beinamen “Stadt der sieben Hügel”.

In Rom stehen heute auf den Hügelspitzen Kirchen oder Paläste. Auf den Hügelspitzen von Istanbul stehen Moscheen oder der Topakpi Sultanspalast.

Eine der Moscheen auf der Spitze eines Hügels ist zum Beispiel die Süleymaniye Moschee.

19. Türkischer Kaffee verschwindet aus Istanbul

Kronotrop Coffee Bar

Kaffee und Istanbul ist eine jahrhundertealte Symbiose. 1550 eröffnete das erst Kaffeehaus Europas in Istanbul. Seitdem ist der Kaffee für die Einwohner von Istanbul schwer wegzudenken.

Der ursprüngliche, türkische Kaffee (Mokka) verschwindet aber immer mehr aus dem täglichen Leben.

Die großen Kaffeehausketten übernehmen den Markt. Dazu gehört zum Beispiel die türkische Kaffeehauskette Yemen Kahvesi, die ein Klon von Starbucks ist.

Interessanter finde ich kleine Cafes, mit einem guten Flat White, wie zum Beispiel die Kronotrop Coffee Bar & Roastery in Beyoglu.

20. Subtropisches Klima mit Schnee im Winter

Die Einwohner von Istanbul sind so ziemlich alle Wetterlagen gewohnt, die du dir vorstellen kannst.

Durchgehend 35° im Sommer? Kein Problem.

Schneebedeckte Dächer der Hagia Sophia und der Blauen Moschee? Das gehört auch zum Standardrepartoir des Klima in Istanbul.

21. Das “Junge und Hippe” Istanbul?

Die Frage ist: Beyoglu oder Kadiköy? Asien oder Europa?

Beyoglu, das ist der Stadtteil voller Bars, Clubs, Kunstgalerien, Boutiquen und der Einkaufsstraße Istiklal Caddesi. Er steht für das “junge, künstlerische und Hippe Istanbul”. Gleichzeitig steht der Stadtteil aber auch für 50.000 neue Gästebetten, in nur einem Jahrzehnt.

Kadiköy, auf der asiatischen Seite von Istanbul, ist mit der Einkaufs- und Partystraße Bagdat Caddesi das Gegenstück zu Beyoglu.

Istanbuls Jugend zieht es inzwischen vermehrt nach Kadiköy.

22. Istanbul liegt in einer Erdbebenzone

Istanbuls Einwohner sind jederzeit auf ein Erdbeben vorbereitet. Direkt südlich der Stadt, schiebt sich die anatolische Platte an der Eurasischen Platte vorbei.

Das sorgte seit Beginn der Geschichtsschreibung für mehr als 50 Schwere Erdbeben in Istanbul. Die Menschen waren schon im alten Rom darauf vorbereitet.

Für die Zukunft erwarten die Einwohner von Istanbul ein großes Erdbeben. Darauf bereitet sich die Stadt schon jetzt vor.

Mit dieser Geschichte, finde ich es noch beeindruckender, dass ein Bauwerk wie die Hagia Sophia seit 1.500 Jahren unbeschädigt in der Altstadt von Istanbul steht.

23. Istanbul ist die 21. größte Stadt der Welt.

Istanbul ist mit seinen offiziell 15 Millionen Einwohnern die 21. größte Metropolregion der Welt. Auf die erstplatzierte Stadt Tokyo, fehlen Istanbul aber noch sage und schreibe 25 Millionen Einwohner! Im Großraum der japanischen Hauptstadt leben derzeit 37 Millionen Menschen.

Insgesamt leben im Großraum von Istanbul – zusammen mit Izmit und Bursa – 25% der Einwohner der Türkei.

24. Der Bosporus trennt Istanbul und zwei Kontinente

Die Bosporusmeerenge trennt Istanbuls asiatische von der europäischen Seite.

Erst 1973 wurde die erste Brücke über den Bosporus eröffnet. Davor gelangten die Einwohner Istanbuls nur mit Booten und Fähren auf die andere Seite der Stadt.

Einen Plan den Bosporus mit einer Brücke zu verbinden hatte schon Leonardo Da Vinci. Sein Vorhaben wurde jedoch nie umgesetzt. Die Strecke von 1.500m war damals wohl zu lange.

Nur den Persern gelang es auf ihrem Weg nach Griechenland kurzfristig eine Art Brücke über den Bosporus zu errichten. Sie haben Dutzende Boote hintereinander gebunden, auf denen ihre Armee den Bosporus überqueren konnte.

25. Strandurlaub in Istanbul?

Kinali

Baden in Istanbul? Geht das? Na klar!

Die Einwohner der Stadt haben ziemlich viele, schöne Sandstrände zu Auswahl. Sowohl am Marmarameer im Süden, als auch am Schwarzen Meer im Norden.

Zu Istanbuls Stadtgebiet gehören zum Beispiel die Badeorte Sile und Kilyos. Ein Strand direkt im Stadtzentrum, auf der asiatischen Seite ist der Cadebbostan Strand.

Am Wochenende pilgern die Einwohner Istanbuls zu den Prinzeninseln, im Marmarameer. Sie sind zusammen mit ihren Stränden ein Teil des Stadtgebiets von Istanbul.

26. Andere Küche als im Rest des Landes

Topkapi Palast

In Istanbul gibt es andere Gerichte als im Rest der Türkei.

Damit ist vor allem die Osmanische Palastküche gemeint. Im Topkapi Palast sorgten mehr als 1.000 Köche für den Sultan und seinen Hofstaat.

Dabei kreierten sie viele ausgefallene Gerichte. Viel davon stehen noch immer auf den Speisekarten guter Restaurants in Istanbul.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer gefüllten Honigmelone oder Hünkar Begendi (Sultans Entzücken)? Das ist ein Lammragout auf einem cremigen Auberginenpüree.

27. Istanbuls Einwohner erwirtschaften ein Drittel der türkischen Wirtschaftsleistung

In der Region rund um das Marmarameer konzentriert sich 40 bis 50% der türkischen Wirtschaftsleistung. Dazu gehört Istanbul mit einem Anteil von rund 30% am gesamtem Bruttosozialprodukt der Türkei.

Dazu kommen Städte wie Izmit, mit einer Million Einwohnern und Bursa, mit 3 Millionen Einwohnern, die weniger als 50km Luftlinie von Istanbul entfernt sind.

Das macht Istanbul zusammen mit seiner Einwohnerzahl, zum klaren Zentrum der Türkei. Obwohl die türkische Hauptstadt seit 1923 Ankara ist.

28. 4 UNSECO Welterbestätten

Hagia Sophia

Die Altstadt Sultanahmet mit der Hagia Sophia, Blauen Moschee und dem Topkapi Palast gehört zum Welterbe.

Zum Welterbe zählt auch das Viertel um die Süleymaniye Moschee, der Große Basar und die Theodosianische Mauer.

Istanbuls Einwohner nehmen ihre Sehenswürdigkeiten teils als gegeben an oder sind stolz darauf, dass Türken Konstantinopel, dass heutige Istanbul, erobert haben.

29. Street Food Hauptstadt der Türkei

Street Food ist für die Einwohner von Istanbul und für Reisende ein fester Bestandteil der Stadt.

Denke einmal an die Galatabrücke ohne Balik Ekmek oder an ein Istanbul ohne Simit-Stände! Das würde das Gesicht der Stadt vollkommen ändern!

Die ganzen Stände mit Mais, Simits, Kastanien, Balik Ekmek und das ganze andere Street Food gehört einfach zu Istanbul dazu!

So!

Das war der letzte Punkt in meinen Zahlen, Daten und Bildern zu den Einwohnern von Istanbul.

Kennst du noch andere interessante Geschichten zu den Einwohnern der Stadt?

Dann schreibe sie unten in die Kommentarspalte!

Ich freue mich darauf, von dir zu hören!